SANIEREN MIT RETANOL® ESTRICH

Die zwei Hauptgründe, weshalb ein Estrich saniert wird, sind:
1. die Steigerung des Wohnkomforts durch eine Fußbodenheizung und
2. der Wechsel vom Heizkörper zu einer Fußbodenheizung.­­

Dies ermöglicht eine geringere Vorlauftemperatur. Das ist wiederum bei Wärmepumpen absolut notwendig und der Schlüssel für geringere Heizkosten.
Die größte Herausforderung bei einer energetischen Sanierung mit Fußbodenheizung ist in den meisten Fällen die fehlende Aufbauhöhe.

Das liegt daran, dass der Bodenaufbau früher ohne Fußbodenheizung konzeptioniert und ausgeführt wurde.
Ein Heizestrich ist in der Regel dicker als ein unbeheizter Estrich, da zu der Mindestnenndicke von 45 mm (Rohrüberdeckung) noch das Heizrohr hinzugerechnet werden muss.
Dadurch ergeben sich bei einem Nullestrich ca. 65 mm Schichtdicke. Diese Regel gilt nicht für einen RETANOL® Estrich.
Im Klartext heißt das, Sie können im Wohnungsbau mit RETANOL® XTHINN eine Estrichstärke inkl. Heizrohr von 35 mm realisieren.
Gegenüber einem Estrich ohne RETANOL® sparen Sie 30 mm Aufbauhöhe ein und können trotz des geringen Aufbaus einen Estrich mit Fußbodenheizung verbauen.

RETANOL® ESTRICHE BIETEN DEN MAXIMALEN TRITTSCHALLSCHUTZ

Ein dünnschichtiger Estrich ermöglicht es, in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Aufbauhöhe die Nenndicke der Unterkonstruktion (Trittschalldämmung, Wärmedämmung oder Ausgleich) zu erhöhen. Das ist vor allem für den Trittschallschutz eine wichtige Eigenschaft, um den Wohnkomfort zu gewährleisten. Je dünner die Trittschalldämmung ist, desto geringer fällt in der Regel das Trittschallverbesserungsmaß aus. Es gibt im Bereich von 5–10 mm Lösungen aus z. B. PUR-gebundenen Gummifasern, die ein gutes Trittschallverbesserungsmaß haben, jedoch in der Regel recht kostenintensiv sind. Diese Lösungen ergeben dann Sinn, wenn mit RETANOL® XTHINN (35 mm mit Heizrohr) nicht mehr als 5–10 mm für die Trittschalldämmung zur Verfügung stehen. Dieser Aufbau ist in der Grafik links dargestellt.

Eine EPS-Trittschalldämmung ist in der Regel günstiger als gebundene Gummifasern und beginnt bei 15 mm Nenndicke (als Tackerplatte zur Aufnahme der Fußbodenheizung). Auch hier gilt, je dicker das Material, desto höher das Trittschallverbesserungsmaß. Die Angaben zur Trittschallverbesserung und die Nenndicke sind abhängig vom Hersteller. Die Lösung mit RETANOL® XTHINN und einer EPS-Trittschalldämmung mit 15 mm ist mittig in der Grafik dargestellt.

Je mehr Aufbau zur Verfügung steht, desto dicker können die Trittschalldämmung und der Estrich sein. Wurde z. B. das Maximum aus der Trittschalldämmung erreicht mit 25 oder 30 mm und es ist gleichzeitig noch genug Aufbauhöhe vorhanden, kann ein Estrich mit RETANOL® XTREME und einer Rohrüberdeckung von 30 mm eingebaut werden. Durch die höhere Masse des Estrichs wird der Trittschallschutz wiederum erhöht. In der Grafik ist der Aufbau rechts dargestellt. Alternativ zur EPS-Trittschalldämmung kann auch Mineralwolle eingesetzt werden.

Von Bedeutung ist an dieser Stelle, dass sich die Erhöhung der Trittschalldämmung im Verhältnis zur Estrichmasse wesentlich stärker auf den Trittschallschutz auswirkt. Daher ist es empfehlenswert, die Trittschalldämmung zu maximieren und den restlichen Aufbau mit einem RETANOL® XTHINN oder RETANOL® XTREME Estrich abzudecken. Dadurch erreichen Sie den bestmöglichen Wohnkomfort.

EIGENSCHAFTEN RETANOL® XTHINN IM VERGLEICH MIT RETANOL® XTREME

 RETANOL® XTHINNRETANOL® XTREME
Mind. Rohrüberdeckung20 mm (35 mm mit Rohr)30 mm
BelegreifeNach dem 6. TagNach dem 5. Tag
Heizphase5 Tage4 Tage
EstrichgüteF6F6-F8

 

Dünnschichtig mit der idealen Rohdichte und somit Masse

Die Rohdichte eines RETANOL® Estrichs liegt bei ca. 2.200 kg/m³, was 22 kg/m² pro 10 mm Estrichstärke ausmacht. Ein RETANOL® XTHINN Estrich mit 35 mm Gesamtstärke kommt somit auf mehr als 77 kg/m². Das entspricht ca. 60 % des Gewichts eines konventionellen Zementestrichs (1.800 - 2,000 kg/m³) mit 65 mm Nenndicke und ist daher ideal für Aufbauten mit geringem Konstruktionsgewicht. Gleichzeitig bringt ein RETANOL® Estrich genug Masse mit, dass der Trittschallschutz durch die Trittschalldämmung gewährleistet ist. Welche Lösung für Ihr Projekt am sinnvollsten ist, können wir in einem persönlichen Gespräch mit einem unserer Berater prüfen.

 

Ihr Kontakt zu uns

Flächengewicht RETANOL® Xthinn

EstrichartNenndickeGewicht kg/m² je mmFlächengwicht/m²
0-Estrich65 mm2,0 kg/m²130 kg/m²
RETANOL® XTHINN35 mm2,2 kg/m²77 kg/m²

Energieeffizient sanieren mit RETANOL® Estrich

Ein dünnschichtiger RETANOL® Estrich bringt einen weiteren sehr wichtigen Vorteil mit sich, gerade wenn eine energetische Sanierung mit Wärmepumpe ausgeführt wird. Als Heizkörper ist die Wärmeleitfähigkeit und Nenndicke des Estrichs die entscheidende Stellschraube für effizientes Heizen. Durch eine hohe Wärmeleitfähigkeit und einen dünnschichtigen Estrich kann der Wirkungsgrad der Fußbodenheizung signifikant verbessert werden. Dabei kann mit einem RETANOL® Estrich die Vorlauftemperatur gegenüber einem konventionellen Estrich reduziert werden. Dieser Zusammenhang ist gerade für Wärmepumpen der Schlüssel für mehr Effizienz. Das Absenken der Vorlauftemperatur um 1 °C senkt dabei die Energiekosten um ca. 2,5 %. Je nach Ausgangslage kann die Vorlauftemperatur um ca. 2–8 °C reduziert werden. Demzufolge senkt ein RETANOL® Estrich die Heizkosten um ca. 5–20 %. Dieser Vorteil ist bei einem Sanierungsestrich mit RETANOL® inklusive.

 

Hier Erfahren Sie mehr über die Absenkung der Vorlauftemperatur und Heizkurvenanpassung:

HEIZEN IM BETRIEB

Ergebnisse der Wärmebilder

Die Theorie ist logisch. Wie sieht es in der Praxis aus? Von links nach rechts sind die Felder mir 45, 30 und 20 mm Rohrüberdeckung angeordnet. Die Querschnitte sind in der Grafik unter den Wärmebildern ebenfalls visualisiert. Somit wird der Estrich von links nach rechts dünnschichtiger und mit Retanol® F5 und F6 (Biegezugfestigkeit) in seiner Eigenschaft stabiler. Daher kann die Rohrüberdeckung gegenüber einem Nullestrich reduziert werden.  Die Ergebnisse sind eindeutig, je dünnschichtiger der Estrich ist und je höher die Festigkeit sowie Wärmeleitfähigkeit, desto mehr Wärme/Energie kommt an der Oberfläche an. Im Vergleich zum Nullestrich mit 45 Rohrüberdeckung (oben links) ist der Retanol® Xhtinn Estrich (rechts) bezüglich seiner max. Temperatur 4 °C wärmer als der Nullestrich bei gleicher Vorlauftemperatur.

TEMPERATURVERLAUF

Wie in der Grafik zu sehen ist, bildet sich 20 Minuten nach Start der Aufheizphase ein gleichbleibender Abstand der gemessenen Temperaturen im Messfeld. Diese Temperaturdifferenz bleibt über den gesamten Aufheizprozess annähernd gleich. Vor allem gleichen sich die Kurven nicht an.
Das bedeutet wiederum, dass bei einem RETANOL® Estrich im Vergleich zu einem konventionellen Estrich mit weniger Vorlauftemperatur geheizt werden kann, um das gleiche Aufheizverhalten und somit die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen im Vergleich zum Nullestrich.

Heizkostenreduzierung durch RETANOL® XTHINN

Vor dem Start der Bodenbelagsarbeiten findet das Funktionsheizen nach DIN EN 1264-4 ab dem 21. Tag nach Estricheinbau statt, um die Funktion der Fußbodenheizung zu bestätigen. Anschließend wird das Belegreifheizen des Estrichs durchgeführt, womit der Trocknungsprozess unterstützt werden soll. Das Belegreifheizen wird so lange ausgeführt, bis die Belegreife des Estrichs erreicht ist. Dieser Aufheizvorgang dauert mind. 26 Tage und ist für das Voranschreiten des Bauprozesses, in Vorbereitung der Bodenbelagsarbeiten, absolut notwendig. Die dabei entstehenden Kosten durch Fernwärme, Wärmepumpe oder externe Heizquelle sind versteckte Kosten, die in der Regel nicht kalkuliert werden. Bei einer externen strombetriebenen Heizquelle können für die Aufheizphase von 26 Tagen Kosten von bis zu 40 Euro pro m² entstehen. Das bedeutet eine Verdoppelung der kalkulierten Estrichkosten. Die Lösung zur Senkung dieser Ausgaben ist die verkürzte Aufheizphase von RETANOL® XTHINN, wodurch die Heizphase auf fünf Tage reduziert werden kann. Dadurch sparen Sie sich mehr als 5 Euro/m² bei Fernwärme und bis zu 33 Euro bei einer strombetriebenen externen Heizquelle. In den meisten Fällen ist die Heizkostenreduzierung höher als die Investition für RETANOL®. Das bedeutet, dass Sie durch RETANOL® Ihre Erstellungskosten senken im Vergleich zu einem Nullestrich.

Genaue Informationen über die Wärmequellen und deren Verbrauch, finden Sie hier:

HEIZEN IN DER BAUPHASE

  RETANOL®Nullestrich 
HeizquelleKosten*HeiztageAufwand**HeiztageAufwand**Ersparnis**
Extern  Öl0,78 €53,50 €2620,28 €16,78 €
Extern Strom1,54 €57,70 €2640,04 €32,34 €
Wärmepumpe0,47 €52,35 €2612,22 €9,87 €
Fernwärme0,24 €51,20 €266,24 €5,04 €

*je m² und Tag **je m²      Annahme: Ölverbrauch 0,3l*, Stromverbrauch externe Heizquelle 2,9 kWh*, Stromverbrauch Wärmepumpe 1,56 kWh*, Fernwärme 1,56 kWh*, Öl: 2 €/l und 2,92 kg CO2/l, Strom: 0,4 €/kWh und 0,42 kg CO2/kWh, Fernwärme: 0,15 €/kWh und 0,19 kg CO2/kWh

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Frank Dalheimer


+49 151 649 577 17
dalheimer[at]pct-chemie.de

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